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„Let’s Play“ – Gesellschaftsspiele als Intervention in Therapie und Beratung

Themenseminar

Gesellschaftsspiele können mehr sein, als nur die „Belohnung“ am Ende einer erfolgreichen Therapiesitzung. Der hohe Aufforderungscharakter von Spielen ermöglicht uns, schnell und niedrigschwellig mit den Kindern in Kontakt zu kommen. Aggressive, verschlossene, schüchterne Kinder, Kinder mit distanzlosem Verhalten – mit Gesellschaftsspielen übersetzen wir Diagnosen in klare Handlungsalternativen, die wir direkt vor Ort ausprobieren und beloben können. 
Wer spielt, der übt. Er probiert sich aus in sozialer Interaktion, Selbstfürsorge und Impulskontrolle. Er fokussiert sich auf das Spielgeschehen, plant, wartet ab, hält aus, wenn seine Strategie nicht funktioniert und plant neu. Kinder in Therapie haben oft noch großes Entwicklungspotential in genau den Bereichen, die durch Gesellschaftsspiele hervorragend trainiert werden. 
Als Mitspieler*in werden wir zum Role Model, können angemessenen Umgang mit unseren eigenen Gefühlen zeigen und so Verhaltensänderungen beim Patient*innen induzieren. Gesellschaftsspiele machen Verhalten sicht- und fühlbar und ermöglichen somit authentische Reflexion. Sie holen den Alltag in die Praxis und verankern das Erlebte der Therapie zurück in den Alltag, wenn es gelingt, die Eltern zu Mitspielern zu machen. 
Gesellschaftsspiele machen Spaß! Keine Angst, auch etwas, was so viel Spaß macht, kann sehr nützlich sein. In diesem Workshop wollen wir vor allem eines: spielen, spielen, spielen. 
Die Teilnehmer*innen lernen zielgruppengerechte, attraktive Spiele für die Altersgruppe fünf bis zehn Jahre kennen und können sie im Spiele-Zirkeltraining ausprobieren. Der „Spielerpass“ wird vorgestellt und es gibt eine Empfehlungsliste mit kostengünstigen Spielen für die Praxis. Spielen Sie mit?

Zielgruppe

Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut*innen in Klinik, Praxis, Ausbildung. Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die mit Kindern therapeutisch tätig sind.

Lernziele

Nach der Teilnahme an der Fortbildung sollen die Teilnehmer*innen:

  • Gesellschaftsspiele als Intervention verstehen,
  • Auswahlkriterien für geeignete Spiele kennen,
  • mit guten Argumenten den Einsatz von Gesellschaftsspiele in Therapiesitzungen begründen können.
  • neue Formen des Einsatzes von Spielen anwenden können (Gruppentherapie, Familiensetting, Spielerpass).

Wesentliche Inhalte

  • Therapeutischer Nutzen von Gesellschaftsspielen
  • Spielpsychologie
  • Spiele praktisch ausprobieren 
  • Spielgeschehen reflektieren
  • Eigene Spielbiografie erkunden
  • Argumentationshilfen erarbeiten

Methoden

Kurzvorträge, Gruppenspiele, Demonstrationen, Spielezirkel, Reflexionseinheiten in Kleingruppen, Austausch mit anderen Seminarteilnehmer*innen

Umfang und Akkreditierung

Das Seminar umfasst 16 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Referent*in

Christina Valentiner-Branth, Systemische Therapeutin (SG); Reinbek

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 292,00 €
  • Nicht-Mitglied: 330,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.

Termine & Orte

Anmeldung via PDF
Freie Plätze
Aufnahme auf Warteliste
Ausgebucht

Beratung & Kontakt

Tel.: 07071 / 94 34 34
Fax: 07071 / 94 34 35
fortbildung@dgvt.de

Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr