17. DGVT-Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Münster

am 03. und 04. November 2018 in Münster

Am Limit – Therapeutische Grenzsituationen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen sind wir fast täglich mit Menschen konfrontiert, die oft gezwungenermaßen über ihr persönliches Limit hinausgehen. Auch wir selbst finden uns durch die Erfordernisse des Alltags zuweilen in Grenzsituationen wieder. Schwierige Therapieverläufe mit chronifizierendem Verhalten der Kinder und Jugendlichen (z.B. Schulverweigerung, selbstverletzendem Verhalten, Impulsdurchbrüche) sind eine Herausforderungfür Fachleute und Bezugspersonen.
Fachleute, die mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien/Bezugssystemen arbeiten, kommen häufig an die Grenzen des Machbaren. Eine zufriedenstellende Problemlösung scheint nicht immer umsetzbar zu sein, sei es in der individuellen Lebensgeschichte des Kindes oder Jugendlichen, im sozialen Umfeld oder in den gesellschaftlichen/politischen Gegebenheiten begründet. Mit welchem Anspruch und mit welcher Haltung begegnen wir den nach Hilfe und Unterstützung suchenden Kindern und Jugendlichen?
Bei den diesjährigen Praxistagen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden wir gemäß unserem Motto: „Von Praktikern für Praktiker“ unterschiedliche Kurz- und Langworkshops anbieten, in denen die ReferentInnen diese und weitere Fragen aufgreifen, neue wissenschaftlich fundierte Interventionen und ermutigende Konzepte vorstellen. Für den Einführungsvortrag konnten wir Dr. Wilhelm Rotthaus gewinnen, der als langjähriger ärztlicher Leiter des Fachbereichs Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Rheinischen Kliniken Viersen sowohl individuelle Lebensläufe von Kindern und Jugendlichen als auch komplexe Helfersysteme begleitete.
Neben dem umfangreichen Angebot an psychotherapeutischen Fortbildungen findet sich auch eine Veranstaltung für Studierende, die über die Ausbildung zum/zur Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn informiert und ein Workshop zur Selbstfürsorge für Fachleute. Außerdem laden wir Sie wieder herzlich zu unserem Treffen der Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der DGVT am Samstagabend ein.
In diesem Jahr finden die Praxistage in Münster statt, der Stadt, die sinnbildlich für den Westfälischen Frieden steht. Da das Land damals ebenfalls deutlich „am Limit“ war, lädt dieser malerische Ort in einem besonderen Maß dazu ein, sich mit Grenzsituationen auseinanderzusetzen.
Die Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der DGVT, die Leitung des DGVT-Ausbildungszentrums für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Münster, die Aus- und Weiterbildungskommission der DGVT sowie die Geschäftsstelle der DGVT laden Sie herzlich ein!

Kommen Sie nach Münster – und sollten Sie „am Limit“ sein, kommen Sie früher und fahren Sie später! In jedem Fall wird es sich lohnen.

Die Vorbereitungsgruppe
Rita Dittrich, Wolfgang Jänicke, Milana Kirsch, Gerd Per, Kristin Pfeifer, Günter Ruggaber, Karolin Stengel, Birgit Wich-Knoten


Am Limit – Therapeutische Grenzsituationen


Veranstaltungsübersicht

Samstag, 03. November 2018

10.30 – 12.00 UhrBegrüßung und Eröffnungsvortrag (2 UE)
"Jugendliche und TherapeutInnen am Limit"
Dr. Wilhelm Rotthaus, Bergheim
gebührenfrei,
Anmeldung erforderlich
13.30 – 17.30 Uhr Kurzworkshops (5 UE)
Teilnahmegebühren siehe Tabelle,
Anmeldung erforderlich
17.30 – 18.30 UhrTreffen der DGVT-Fachgruppe Kinder und Jugendliche
gebührenfrei,
Anmeldung nicht erforderlich

Sonntag, 04. November 2018

09.00 – 16.30 UhrLangworkshops (8 UE)
Teilnahmegebühren siehe Tabelle,
Anmeldung erforderlich

Die Anerkennung der 17. DGVT-Praxistage ist bei der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen beantragt.

 


Quelle: www.fotolia.com Bildnr.77992017


Kurzworkshops (5 UE)

 

KW 1: Psychotherapeutisches Arbeiten mit schwer strukturell beeinträchtigten Kindern – Technik und Förderung der Symbolisierung

Dr. med. Carsten Edert, Bremen

KW 2: Hochbegabte Kinder und Jugendliche

Prof. Dr. Dipl. Psych. Christian Fischer, Münster; Dipl. Psych. Dipl. Paed. Inga Liebert-Cop, Münster

KW 3: CANDIS – Modulare Therapie bei Cannabisstörungen

Nora Gerstner (M.Sc.), München

KW4: Umgang mit Tod und Trauer

Dipl.-Psych Melanie Gräßer, Lippstadt

KW 5: Selbstfürsorge

Silvia Höfer, Reutlingen

KW 6: Multimodale Verhaltenstherapie für Kinder mit aggressivem Problemverhalten

Dr. rer. medic., Timo Lindenschmidt, Köln

KW 7: Selbstverletzendes Verhalten

Dr. med. Khalid Murafi, Drensteinfurt

KW 8: Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen

Dr. Wilhelm Rotthaus, Bergheim


Langworkshops (8 UE)

 

LW 1: Schwierige Therapiesituationen – Wege aus der Sackgasse

Dipl.-Psych. Ulrike Bondick, Krefeld; Frederike Rawe, Krefeld

LW 2: Alles anders? – Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung im Beratungskontext

Marie Peikert, Berlin; Aline Deinert, Berlin

LW 3: Schmerzpatienten als Herausforderung für den Alltag von Therapie, Schule, Familie

Dr. Dipl.-Psych. Michael Dobe

LW 4: Fetale Alkohol-Spektrumstörungen: Symptomatik, Diagnostik, Therapieformen und Hilfen im Alltag

Dr. Reinhold Feldmann, Drensteinfurt

LW 5: Neurofeedback bei ADHS

Dr. Axel Kowalski, Krefeld; Prof. Dr. Gerhard Lauth, Pulheim-Brauweiler

LW 6: Behandlung von Kindern psychisch erkrankter Eltern

Dipl.-Psychologe Prof. Dr. Albert Lenz, Dortmund

LW 7: „Das ist doch alles nur eine Phase…!“ – Therapeutische Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die sich im falschen Körper fühlen

Dipl.-Psych. Judith Lichtenberg, Dortmund


Angebot für Studierende

LW 8: Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen?
Ein Workshop für Studierende mit Interesse an einer Psychotherapie-/ Verhaltenstherapie-Ausbildung


Gerd Per, Herne; Kristin Pfeifer, Stuttgart

 


Download Flyer 17. DGVT-Praxistage 2018