14. DGVT-Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Hannover

vom 7. – 8. November 2015  in Hannover

Denkste! Zur Bedeutung von Kognitionen für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
“Was passiert denn da in meinem Kopf?” - diese Frage ist in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen genauso zentral wie in der Arbeit mit Erwachsenen. Und gerade durch die im Kindes- und Jugendalter verorteten neurologischen Entwicklungen noch vielschichtiger in ihrer Beantwortung.
Auf den diesjährigen Praxistagen werden unsere Referentinnen und Referenten Einblicke “in den Kopf" ermöglichen, die für die psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowohl Grundlegendes noch besser verstehbar als auch neuere Erkenntnisse nutzbarer machen. Für den Eröffnungsvortrag konnte Herr Prof. Romuald Brunner gewonnen werden. Prof. Brunner wird aktuelle Forschung dazu vorstellen, inwieweit die in der Pubertät stattfindende Gehirnentwicklung etwa zu einem erhöhten Risiko beiträgt, bestimmte Störungen zu entwickeln.
Zusätzlich hierzu werden zahlreiche Workshops stattfinden. So etwa zum möglichen Einsatz von Biofeedback und der therapeutischen Nutzung dieser Sichtbarmachung von Hirn-Prozessen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Neuere Wege dürfte zum Beispiel auch der Workshop zum Thema EMDR bei Kindern beschreiten. Selbstverständlich finden auch ReferentInnen mit Klassikern wie den Themen Kinderängste, KVT bei Kindern oder Lern- und Leistungsstörungen ihren Platz auf den Praxistagen und bringen neue An- / Einsichten mit.
Wie immer werden Sie zusätzlich zu den vielseitigen Fortbildungsangeboten bei den Praxistagen die Gelegenheit haben, sich mit KollegInnen, z. B. beim Treffen der Fachgruppe, auszutauschen. Und auch zum Thema Nachwuchsförderung wird es ein Angebot geben: der Studierenden-Workshop bietet Einblicke in den Beruf der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn - und auch ein Stück weit in die Köpfe der KollegInnen, die den Studierenden für einen direkten Austausch zur Verfügung stehen werden.
Die Fachgruppe Kinder- und Jugendliche der DGVT, die Leitung des DGVT-Ausbildungszentrums Hannover und die Aus- und Weiterbildungskommission der DGVT laden Sie herzlich ein, vorbeizukommen und einen (Ein-)Blick zu riskieren.

Die Vorbereitungsgruppe
Waltraud Deubert, Rita Dittrich, Eva-Maria Greiner, Anke Heier, Gerd Per, Günter Ruggaber, Arwed Ruppert, Katrin Sauer, Karolin Stengel, Birgit Wich-Knoten


Das Programm im Überblick

Samstag 7. November 2015

10:30 – 12:00 Uhr Eröffnung, Grußworte (2 UE)

Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. med. Romuald Brunner

Gehirnentwicklung in der Pubertät: Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Störungen?
Der Pubertätszeitraum ist von ausgeprägten Umbauprozessen des Gehirns begleitet. Umbauprozesse sind störanfällig und werden auch im Zusammenhang dem vermehrten Auftreten von psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten in der Adoleszenz gesehen. Die Fähigkeit zur Regulation von Emotionen und impulsiven Verhaltens wird im Zusammenhang der Entwicklung der neuronalen Netzwerke betrachtet unter der Berücksichtigung genetischer und hormonelle Einflüsse. Neben der normativen Entwicklung des Gehirns wird auch am Beispiel psychiatrischer Krankheitsbilder des Jugendalters die Bedeutung der Hirnentwicklung dargestellt.

-    Mittagspause -

13:30-17:30 Uhr            Kurzworkshops (5 UE)

17:30-18:30 Uhr            Treffen der Fachgruppe KiJu

Sonntag 8. November 2015

09:00-12:00 Uhr            Langworkshops, 1. Teil (4 UE)

- Mittagspause -

13:00 – 16:30 Uhr         Langworkshops, Fortsetzung (4 UE)


Foto © HTMG

Kurzworkshops (5 UE / 6 Fortbildungspunkte)

1. Kognitive Therapie mit Kindern im Grundschulalter - ENTFÄLLT! -

Renate Breitenbach, München

2. Strategien zum Aufbau sozialer Kompetenzen für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung -Ausgebucht!-

Ragna Cordes, Bremen

3. Auswirkungen von (regelmäßigem) Pornografiekonsum auf die Entwicklung von Jugendlichen

Eberhard Freitag, Hannover

4. Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung

Dieter Irblich, Auel

5. Grundlagen zum Verfahren EEG-Biofeedback -AUSGEBUCHT-

Dörte Klein, Barsinghausen

6. Bericht an den VT-Gutachter

Josef Könning, Osnabrück

7. Kognitiv-behaviorale Interventionen bei Lern-Leistungsstörungen -Ausgebucht!-

Claudia Ruff, Bottrop


Foto © HTMG

Langworkshops (8 UE / 10 Fortbildungspunkte)

1. Therapie von chronischen Kopfschmerzen und Schmerzstörungen im Kindes- und Jugendalter -Ausgebucht-

Michael Dobe, Datteln

2. EMDR in der Praxis – Bewältigung und Verarbeitung von Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen

Elke Gimm, Oldenburg

3. Vertiefung - Verfahren EEG-Biofeedback

Dörte Klein, Barsinghausen

4. Kinderängste: Ätiologie und Erscheinungsbild, Diagnostik und Behandlung -Ausgebucht-

Karen Krause, Bochum

5. Wirkfaktoren in Psychotherapie und Beratung aus neurowissenschaftlicher Sicht und Schlussfolgerungen für das praktische Handeln

Hans Utz, Tübingen

Angebot für Studierende

6. Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen? Ein Workshop für Studierende mit Interesse an einer Psychotherapie-/Verhaltenstherapie-Ausbildung

Moderation: Eva-Maria Greiner, Holzkirchen


Download: Flyer 2015