12. DGVT - Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Stuttgart

"Vernetzte Lebenswelten"

9.– 10. November 2013 in Stuttgart


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Internet nimmt eine immer größere Rolle im Alltag vieler Menschen ein. Jugendliche widmen diesem Medium in der Regel einiges an Zeit und Aufmerksamkeit: so spielt sich ein oftmals nicht geringer Teil ihres sozialen Lebens hier ab und das Internet bietet Zugang zu einem unerschöpflichen Reservoir an Informationen sowie Unterhaltungsmöglichkeiten wie Filmen, Spielen und Musik. Welche Auswirkungen hat dies auf die psychische Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Wie kann und muss dieser Aspekt in die psychotherapeutische Arbeit einfließen? Welche Gefahren birgt das Internet und welche Einsatzmöglichkeiten bieten sich andererseits bei Prävention, Therapie und Nachsorge?
Diese und weitere Fragen werden in verschiedenen Workshops aufgegriffen und
praxisnah behandelt. Zudem wird Professorin Christine Knaevelsrud, die sich bereits seit zehn Jahren mit dem Thema Onlinetherapie beschäftigt, in ihrem Eröffnungsvortrag einen Überblick über den derzeitigen Stand der onlinetherapeutischen Ansätze für Kinder und Jugendliche geben sowie auf deren Spezifika, Potentiale und Grenzen eingehen.
Die Themen Vernetzung und unterschiedliche Lebenswelten werden jedoch nicht nur in Bezug auf das Internet, sondern auch im Hinblick auf die „reale Welt“ aufgegriffen. So sind Workshops zur Rolle und Einbeziehung von Familie und Angehörigen in die Psychotherapie, zu gruppentherapeutischen Interventionen und zum vernetzten Arbeiten bzw. zur Nutzung und Vernetzung verschiedener Hilfesysteme im Programm.
Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Veranstaltung für Studierende, die über die Ausbildung zum/zur Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn informiert, und durch ein Kolloquium für SupervisorInnen der DGVT, organisiert von der Qualitätssicherungskommission (QSK) der DGVT.
Die Fachgruppe Kinder und Jugendliche der DGVT (Fachgruppe KiJu), die Leitung
des DGVT-Ausbildungszentrums für Psychologische Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Stuttgart sowie die Aus- und Weiterbildungskommission der DGVT (AWK) laden Sie herzlich nach Stuttgart zu den 12. DGVT-Praxistagen ein! Wir freuen uns auf eine interessante und lebendige Tagung!

Die Vorbereitungsgruppe
Matthias Arnold, Waltraud Deubert, Rita Dittrich, Anke Heier, Oliver Kunz, Gerd Per, Günter Ruggaber, Judith Schild, Birgit Wich-Knoten

Das Programm im Überblick

Veranstaltungsübersicht

Samstag 9. November 2013

10:30 – 12:00 Uhr Eröffnung, Grußworte (2 UE; 2 Fortbildungspunkte)

Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Christine Knaevelsrud

Neue Kommunikationsmedien in der psychotherapeutischen Behandlung von Kinder und Jugendlichen


Zentrale Themen werden sein: Wie funktioniert eine Onlinetherapie? Welche spezifischen Indikationsbereiche bestehen für Kinder und Jugendliche? Kann eine tragfähige therapeutische Beziehung ohne unmittelbaren, persönlichen Kontakt überhaupt entstehen? Wie können neue Medien additiv in bestehende psychotherapeutische Angebote integriert werden?

-    Mittagspause -

13:30-17:30 Uhr            Kurzworkshops (5 UE)

17:30-19:00 Uhr            Treffen der Fachgruppe KiJu

Sonntag 10. November 2013

09:00-12:00 Uhr            Langworkshops, 1. Teil (4 UE)

- Mittagspause -

13:00 – 16:30 Uhr         Langworkshops, Fortsetzung (4 UE)


© Stuttgart-Marketing GmbH

Kurzworkshops (5 UE / 7 Fortbildungspunkte)

1.  Nutzung von Selbsthilfeforen im Jugendalter: Potentiale und Gefahren aus klinischer Sicht - ENTFÄLLT ! -

Christiane Eichenberg, Wien (A)

2. Die Rolle der Familie in der Psychotherapie bei Menschen mit Migrationshintergrund
Jan Kizilhan, Villingen-Schwenningen

3. Zeit für Netzpause? - ENTFÄLLT ! -
Bernd Klenk und Michael Braun, Stuttgart

4. Neue Kommunikationsmedien in der psychotherapeutischen Behandlung von Kinder und Jugendlichen
Christine Knaevelsrud, Berlin

5. Präventionsgruppenarbeit mit Kindern aus Trennungs- und Scheidungsfamilien
Norbert Kohlmann, Münster

6. „Kinder ermutigen und stärken“ – Empowerment bei Kindern psychisch kranker Eltern
Albert Lenz, Paderborn

7. Einführung in die Gruppentherapie mit Kindern und Jugendlichen
Heino Mönnich, Berlin

8. Was kann Multifamilientherapie (MFT)? - ENTFÄLLT ! -
Michael Scholz und Maud Rix, Dresden

9. Gemeinsam Lösungen finden: Mediation und mediative Elemente in der Arbeit mit Jugendlichen und ihren Familien
Carolin Vogelei, Hannover


© Stuttgart-Marketing GmbH

Langworkshops (8 UE / 10 Fortbildungspunkte)

1. Ergänzung des Versorgungsspektrums durch internetbasierte
Interventionen
- ENTFÄLLT ! -
Stephanie Bauer und Markus Wolf, Heidelberg

2. „Kinder, die mich an die Grenzen bringen“ – Mehrdimensionale pädagogisch-therapeutische Hilfekonzepte bei Kindern und Jugendlichen mit komplexen Problemkonstellationen - VOLL ! -
Monique Breithaupt-Peters, Offenburg

3. Games und Pornos – Risiken und Nebenwirkungen jugendlicher Mediennutzung erfassen und erprobte Tools für die Beratung mitnehmen
Eberhard Freitag, Hannover

4. Magersüchtige und bulimische Jugendliche – Möglichkeiten der Einbeziehung der Herkunftsfamilie in die einzeltherapeutische Arbeit
Elisabeth Jürgens, Braunschweig

5. Sexueller Kindesmissbrauch: Vernetzung der Systeme - ENTFÄLLT ! -
Ingeborg Maué, Münster: verhindert - Ersatz Monika Bormann, Bochum

6. Wie ticken Jugendliche 2012? Die SINUS Lebenswelten
Maria Nesselrath, Esslingen

7. Die Identitätsfindung Jugendlicher im Lebensraum Internet – Möglichkeiten, Chancen und Risiken
Ingrid Reichmayr, Wien (A)


© Brigida González und Weissenhofmuseum

Angebot für Studierende



8. Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen? Ein Workshop für Studierende mit Interesse an einer Psychotherapie-/Verhaltenstherapie-Ausbildung
Moderation: Judith Schild, Münster


Download: Flyer 2013