11. DGVT - Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Erlangen

"Irgendwie anders!? Kinder, Jugendliche und Familien zwischen Individualität und Konformität"

vom 3. – 4. November 2012 in Erlangen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist oftmals eine Gratwanderung zwischen Individualität und Konformität. Wie kann es uns gelingen, Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in dieser Gratwanderung im Rahmen des psychotherapeutischen Settings zu unterstützen? Wie können wir ihnen Wege aufzeigen im Umgang mit ihren Besonderheiten? Wie können wir selbst Diversität wertschätzen, die uns vielleicht manchmal auch die Arbeit schwerer macht?
Die angebotenen Workshops decken ein breites Spektrum an Diversitätsaspekten von Kindern, Jugendlichen und Familien ab: Armut, Migration, Konstellationen wie Patchworkfamilien oder Familien mit Pflegekindern, Homosexualität, Adipositas, Intelligenzminderung, usw. Gleichzeitig wird auch die Perspektive von TherapeutInnen beleuchtet und z.B. in einem Workshop eine Wertereflexion der Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und Familien angeregt. Vor dem Hintergrund der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen möchten wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Ansatz der inklusiven Pädagogik auch der bildungspolitischen Dimension von Individualität und Konformität Rechnung tragen. Als TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion konnten wir Prof. Clemens Dannenbeck (Hochschule Landshut, Fakultät Soziale Arbeit), Dieter Irblich (Psychologischer Psychotherapeut), Carolin Ischinsky (Leiterin einer Förderschule) und Bernhard Scholten (Leiter der Abteilung Soziales und Demografie, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz) gewinnen. Neben dem psychotherapeutischen Fortbildungsangebot finden sich auch Workshops für LehrerInnen sowie eine Veranstaltung für Studierende, die über die Ausbildung zum/ zur Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn informiert, im Programm. Zusätzlich gibt es ein Angebot der Qualitätssicherungskommission der DGVT (QSK) für SupervisorInnen. Wir begrüßen Sie herzlich in Erlangen, unserem neuen Standort eines weiteren DGVTAusbildungsinstitutes und möchten Sie einladen, auch die diesjährigen 11. DGVT- Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie wie in den bisherigen Jahren durch einen lebendigen Austausch untereinander und eine rege Beteiligung in den Veranstaltungen mitzugestalten.
Die Fachgruppe Kinder und Jugendliche der DGVT (Fachgruppe KiJu), die Leitung des DGVT-Ausbildungszentrums für Psychologische Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Erlangen sowie die Aus- und Weiterbildungskommission der DGVT (AWK) freuen sich über Ihr Kommen!

Die Vorbereitungsgruppe
Waltraud Deubert, Rita Dittrich, Anke Heier, Silvia Höppner, Oliver Kunz, Anselm Mugele, Gerd Per, Günter Ruggaber, Judith Schild, Birgit Wich-Knoten

Das Programm im Überblick

Veranstaltungsübersicht

Samstag, 3. November 2012

10:30-12:00 Uhr        Eröffnung, Grußworte (2 UE)

Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion
TeilnehmerInnen:
Prof. Dr. Clemens Dannenbeck - Hochschule Landshut, Fakultät Soziale Arbeit
Dieter Irblich - Psychologischer Psychotherapeut
Carolin Ischinsky - Leiterin einer Förderschule
Bernhard Scholten - Leiter der Abteilung Soziales und Demografie, Ministerium
für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz
Moderation: Mechthild Greive

- Mittagspause -

13:30-17:30 Uhr            Kurzworkshops (5 UE)

17:30-19:00 Uhr            Treffen der Fachgruppe KiJu

Sonntag, 4. November 2012

09:00-12:00 Uhr            Langworkshops, 1. Teil (4 UE)

- Mittagspause -

13:00 – 16:30 Uhr         Langworkshops, Fortsetzung (4 UE)


© Universität Erlangen-Nürnberg

Kurzworkshops (5 UE / 6 Fortbildungspunkte)

1. Kinderhospizarbeit – Umgang mit Tod und Trauer in der Familie

Ulrike Adam, Mannheim

2. Psychotherapie für Kinder und Jugendliche mit Intelligenzminderung

Dieter Irblich, Auel

3. Jugendarmut – kritisch-psychologische Aspekte

Hans-Peter Michels, Cottbus

4. Wertereflexion in der Psychotherapie mit Kindern, Jugendlichen und Bezugspersonen

Nina Pflugradt, Naumburg

5. Verstehen ohne Worte? Umgang mit Hörschädigung in der Therapie

Yvonne Stobinski und Sandra Faustmann, Leipzig

6. „Irgendwie anders“ – Pflegekinder im Spannungsfeld zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Silvia Zabernigg, Feldkirch/Österreich


© Sabine Ismaier

Angebote für LehrerInnen

7. Gemeinsames Lernen durch inklusive Didaktik

Theo Klauß und Henrike Lenschow, Heidelberg

8. Mobbing, Bullying, Cyberbullying

Anton Walcher und Kirsten Zimmermann, Berlin


© Sabine Ismaier

Langworkshops (8 UE / 10 Fortbildungspunkte)

1. Behandlung von Adipositas im Kinder- und Jungendalter mit besonderer Berücksichtigung motivationaler Schwierigkeiten

Margarete Bolten, Basel/ Schweiz

2. „Ich lass dich, wie du bist, aber ändere dich!“ – Ein Dilemma von TherapeutInnen und PädagogInnen aus philosophischer Perspektive

Ates Gürpinar, Erlangen

3. „Mein Papa lebt nicht mehr!“ Psychotherapeutische Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die einen Elternteil verloren haben

Elisabeth Jürgens, Braunschweig und Ruth Jäger, Hildesheim

4. Die Rolle der Familie in der Psychotherapie bei Menschen mit Migrationshintergrund

Jan Kizilhan, Villingen-Schwenningen

5. Nicht-Heterosexuelle Identitätsentwicklung: „Wie geht eigentlich homo?“

Ralph Kohn und Andrea Lang, Mannheim

6. Psychosexuellen Entwicklung und Geschlechtsidentität respektive deren Störung im Kindes- und Jugendalter

Alexander Korte, München

7. Patchworkfamilien systemisch betrachtet

Heike Tittel, Tübingen und Christine Krug, Blaustein

8. Asperger-Syndrom: Einfach anders – Behandlung und Förderung betroffener Kinder und Jugendlicher

Katrin Russ und Annika Kalinowsky (ehemals Roop), Hannover


© FAU

Angebot für Studierende

 

9. Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen?

Ein Workshop für Studierende mit Interesse an einer Psychotherapie-/Verhaltenstherapie-Ausbildung

Tipps und Anregungen erfahrener KollegInnen aus dem psychosozialen und therapeutischen Feld zur Planung des eigenen Berufswegs

Judith Schild, Münster

Download: Flyer 2012