10. DGVT - Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Hamburg

"Fürs Leben stark - Resilienz und ressourcenorientiertes Vorgehen"

vom 5. – 6. November 2011 in Hamburg

Liebe KollegInnen!

Was Kinder und Jugendliche stark macht, trotz widriger Start- und Lebensbedingungen, ist die leitende Frage während der diesjährigen Praxistage. Nachdem die Entwicklungspsychologie über Jahrzehnte hinweg die Auswirkungen negativer Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen defizitorientiert untersuchte, fokussieren neuere Konzepte vor allem auf ihre Resilienz und Ressourcen. Auch unsere Erfahrungen aus der Praxis lehren uns, dass sich schlechte Bedingungen entgegen aller Erwartungen nicht automatisch schwächend auf die Widerstandsfähigkeit der Psyche auswirken müssen. Ist die kindliche Psyche widerstandsfähiger als wir denken, und wenn ja, wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Was macht diese Kinder und Jugendlichen stark, und gibt ihnen die Kraft, nicht nur zu überleben, sondern sogar gestärkt aus schwierigen Lebenssituationen hervorzugehen? Welche seelischen Schutzfaktoren existieren, und wie kann man Resilienz und Ressourcen aufbauen und fördern? Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es, und welche psychotherapeutischen Kernkompetenzen sind dabei gefragt?

Diese Fragen werden die ReferentInnen der Praxistage aufgreifen, und ihre – auf langjährigen Erfahrungen basierenden – ermutigenden Konzepte und psychotherapeutischen Ansätze zwischen Resilienzförderung und Aktivierung von Ressourcen und Kompetenzen für Kinder und Jugendliche zur Diskussion stellen. Es werden wissenschaftliche Ergebnisse der Resilienzforschung und der ressourcenorientierten Psychologie und Bindungspsychologie berücksichtigt und vorgestellt.

Neben den umfangreichen Fortbildungsangeboten werden Sie bei den Praxistagen die Gelegenheit haben, sich mit KollegInnen auszutauschen.

Die Fachgruppe Kinder- und Jugendliche der DGVT, die Leitung des DGVT-Ausbildungszentrums für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Hamburg und die Aus- und Weiterbildungskommission der DGVT laden Sie herzlich ein!

Die Vorbereitungsgruppe

Waltraud Deubert, Rita Dittrich, Manuela Epting, Evelin Gottwalz-Itten, Anke Heier, Bernd Kielmann, Armin Kuhr, Oliver Kunz, Anne Linkemann, Alfred Luttermann, Gerd Per, Günter Ruggaber, Judith Schild und Birgit Wich-Knoten

Das Programm im Überblick

Veranstaltungsübersicht

Samstag, 5. November 2011

10:30 – 12:00 Uhr        Eröffnung, Grußworte (2 UE)

Prof. Dr. Heiner Keupp

Verwirklichungschancen für ein gesundes Aufwachsen

Welche Ressourcen brauchen Kinder und Jugendliche, um kompetent, souverän und gesund ins Leben gehen zu können? Wir wissen sehr viel über das Scheitern der Entwicklung, aber zunehmend wächst aus der Resilienz-, Salutogenese- und Capability-Forschung auch ein stabiles Wissen über Verwirklichungschancen für ein gesundes Aufwachsen.

13:30 – 17:30 Uhr            Kurzworkshops (5 UE)

17:30 – 19:00 Uhr            Treffen der Fachgruppe KiJu
 
Sonntag, 6. November 2011

09:00 – 12:00 Uhr            Langworkshops, 1. Teil (4 UE)

- Mittagspause -

13:00 – 16:30 Uhr            Langworkshops, Fortsetzung (4 UE)


Photo: www.mediaserver.hamburg.de, C. Spahrbier

Kurzworkshops (5 UE / 5 Fortbildungspunkte)

1. SAFE®- Sichere Ausbildung für Eltern – ein Elternkompetenzprogramm zur Förderung der sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind

Dagmar Brandi, Hamburg

2. Resilienzaufbau – Möglichkeiten des psychodynamisch-imaginativen Ansatzes in der Kinder-Verhaltenstherapie

Silvia Höfer, Reutlingen

3. Salutogenetische Perspektive für die Arbeit mit Heranwachsenden

Heiner Keupp, Unterschleißheim

4. Spielen in der Psychotherapie – Ressourcen entdecken, entwickeln, erforschen

Gabriele Meyer-Enders, Köln

5. Probleme sind Lösungen am Beispiel „Burn out“ - Psychohygiene und Selbstmanagement für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen

Klaus Mücke, Potsdam

6. Mutter-Kind-Interaktion als Ressource bei postpartalen Depressionen und Angststörungen

Corinna Reck, Heidelberg

7. Auf den Hund gekommen ... Über den Einsatz von Hunden in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Katrin Russ, Hannover

8. Multifamilientherapie (MFT)

Michael Scholz, Dresden

Angebote für LehrerInnen

9. Kinder vor Gewalt schützen

Elke Heptner, Hamburg

10. Persönlichkeit und Präsenz - Achtsamkeit im Lehrerberuf

Vera Kaltwasser, Frankfurt am Main


Photo: www.mediaserver.hamburg.de/C. Spahrbier

Langworkshops (8 UE / 8 Fortbildungspunkte)

1. „Wir passen dann gegenseitig auf uns auf!“ – Geschwisterschaft in der Familien- und Kindertherapie

Inés Brock, Magdeburg

2. Kinder psychisch kranker Eltern: Gefährdung, Risiko- und Schutzfaktoren, Überlegungen zu Prävention und Therapie

Christiane Deneke, Hamburg

3. „Man kann ruhig auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen bleiben“ nach dem Motto: Wie bringen Sie sich und Ihre PatientInnen in Bewegung?

Kathrin Fettweiß und Meike Pudlatz, Hamburg

4. Schema- und modusgeleitete Verhaltentherapie bei Kindern, Jugendlichen und Eltern

Peter Graaf, Hamburg

5. Kognitive Verhaltenstherapie depressiver Störungen im Kindes- und Jugendalter

Gunter Groen, Hamburg

6. Biographiearbeit unter dem Gesichtspunkt der Positiven Psychotherapie – eine ressourcenorientierte Betrachtungsweise

Abbas Jabbarian, Leer

7. Tod und Sterben – Trauer und Trost: Psychotherapeutische Begleitung von Kindern, die einen Angehörigen verloren haben.

Elisabeth Jürgens, Braunschweig; Ruth Jäger, Hildesheim

8. Was macht Kinder stark?

Heino Mönnich, Berlin


© Universität Hamburg Marketing GmbH

Angebot für Studierende:



9. Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen?

Tipps und Anregungen erfahrener KollegInnen aus dem psychosozialen und therapeutischen Feld zur Planung des eigenen Berufswegs

Judith Schild, Münster

Download: Flyer 2011