Ausführliche Beschreibung der Workshops

Eröffnungsvortrag

Jugendliche und Therapeutinnen am Limit (2 UE)

Dr. Wilhelm Rotthaus, Bergheim

In der Therapie mit Jugendlichen machen Therapeutinnen und Therapeuten ganz unterschiedliche Grenzerfahrungen. Sie geraten in Situationen, in denen das übliche therapeutische Handlungsrepertoire nicht (mehr) ausreicht. Der Jugendliche kommt überhaupt nicht zur Therapie, oder er erscheint zwar, schweigt aber, obwohl sein Verhalten erkennen lässt, dass er ein Problem hat und leidet. Welche Strategien die Therapeutin entwickeln kann, um mit ihm in Kontakt zu kommen, wird am Beispiel von Jugendlichen mit Münchhausen Syndrom, Drogenmissbrauch und selbstverletzendem Verhalten gezeigt. Im Verlauf einer Psychotherapie kommt es  zuweilen auch – möglicherweise nach vorheriger positiver Entwicklung – zu Verschlechterungen, die die Therapeutin an ihrer Handlungskompetenz zweifeln lassen, so dass sie entscheiden muss, ob sie mit einem neuen Blick und einem anderen Therapieansatz die Zusammenarbeit fortzusetzen vermag oder eine Überleitung an eine Kollegin für alle Beteiligten besser wäre. Andere Grenzerfahrungen treten auf, wenn sich die Therapeutin vor die Frage gestellt sieht, ob beispielsweise bei hochgradiger Anorexie oder akuter Suizidalität eine Weiterarbeit zu verantworten ist oder eine stationäre Behandlung – selbst gegen den Willen des Jugendlichen – durchgesetzt werden muss. Schließlich können Jugendliche, die ihre Eltern absichtlich finanziell schädigen oder körperlich misshandeln, die Therapeutin vor Herausforderungen stellen, die sie an die Grenzen des ihr Möglichen bringen. Eine Grenze des persönlich Erträglichen gibt es für manche Therapeutinnen, wenn sie mit vielen Jugendlichen arbeiten, die nach Vertreibung und Flucht über das von ihnen Erlebte berichten, oder wenn jugendliche Sexualstraftäter die von ihnen begangenen Straftaten schildern. Abschließend wird eine Zusammenfassung hilfreicher Ideen zum Umgang mit therapeutischen Grenzsituationen versucht.

Literatur:

Liechti, J. (2009): Dann komm  ich halt, sag aber nichts. Motivierung Jugendlicher in Therapie und Beratung. Heidelberg (Carl-Auer)

Rotthaus, W. (2006): Familiäre Gewalt, die von Kindern ausgeht – ein neues gesellschaftliches Phänomen. Kontext 37 (3): 231 – 246

Rotthaus, W. (2017): Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen. Störungen systemisch behandeln. Heidelberg (Carl-Auer)

Kurzworkshops (5 UE)

KW 1: Psychotherapeutisches Arbeiten mit schwer strukturell beeinträchtigten Kindern – Technik und Förderung der Symbolisierung

Dr. med. Carsten Edert, Bremen

Psychotherapeutische Behandlung schwer strukturell beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher ist eine große Herausforderung. Diese Patienten haben in der Regel frühe Erfahrungen von Deprivation, Vernachlässigung und elterlicher destruktiver Willkür erlebt oder waren sequentiellen Traumatisierungen ausgesetzt.  Die strukturellen Beeinträchtigungen führen oft dazu, dass unsere normalen kommunikativen Ansätze schon zu Beginn einer Therapie scheitern. Die Behandlung muss immer zweierlei leisten: Stabilisieren einer fragilen Beziehung und Persönlichkeit und Entwicklungsanregungen geben zur Konsolidierung der Primärpersönlichkeit. Erst nach Entwicklung dieser Grundlagen kann eine konstruktive dialogische Behandlung stattfinden. Das bessere Verständnis für die Entwicklungsfaktoren der menschlichen Psyche bzw. Persönlichkeit der letzten 15 Jahre (TheoryofMind, Bindungsforschung, Forschung zur Gehirnentwicklung und Konzepte der  Mentalisation) ermöglicht es, unsere Therapien deutlich hilfreicher zu gestalten. Wir werden uns in diesem Seminar mit dem Thema der Symbolisierung und Mentalisation und den Bedingungsfaktoren auseinandersetzen. Zur Veranschaulichung erfolgen dann zwei Fallbeispiele, um die praktische Seite besser zu erfassen. Im Anschluss stelle ich therapeutische Interventionen zur Behandlung vor. Zum Abschluss ist Zeit, praktische Aspekte zu diskutieren und Ideen der Teilnehmer aufzugreifen.
Hintergrund dieses Seminars ist eine jahrzehntelange therapeutische Arbeit im Bereich der strukturell beeinträchtigten Patienten im Rahmen stationärer psychotherapeutischer  Behandlungen und in der eigenen sozialpsychiatrischen Versorgungspraxis. Zu dem Thema haben wir über 10 Jahre einen Workshop im analytischen Institut Bremen durchgeführt.

Literatur:

Fornagy, P. (2003 / 2009) Bindungstheorie und Psychoanalyse

Dornes, M, (2004) Über Mentalisierung, Affektregulation und die Entwicklung des Selbst

Mentalisierungsbasierte Therapie, Thomas Bolm (2015)

Elke Garbe, 2015 Das kindliche Entwicklungstrauma

KW 2: Hochbegabte Kinder und Jugendliche

Prof. Dr. Dipl. Psych. Christian Fischer, Münster; Dipl. Psych. Dipl. Paed. Inga Liebert-Cop, Münster

Hochbegabung stellt eine Herausforderung auch in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie dar, so dass im Theorieteil zunächst allgemeine Grundlagen der Diagnostik, Förderung und Beratung von begabten und talentierten Kindern und Jugendlichen vorgestellt werden sollen. Mit Blick auf therapeutische Grenzsituationen soll ein spezieller Fokus auf erwartungswidrige Minderleister (begabte Underachiever) und mehrfach außergewöhnliche Kinder (Twice Exceptional) mit einer Kopplung von Hochbegabung sowie Lern- und Leistungsschwierigkeiten gerichtet werden.
Da psychische Störungen, Verhaltensprobleme oder Teil-Leistungsstörungen natürlich auch bei hochbegabten Kindern und Jugendlichen auftreten, wollen wir uns im Praxisteil des Seminars anhand von Fallbeispielen mit Doppel- und Fehldiagnosen bei hochbegabten Kindern beschäftigen. Die Entstehungsursachen und -zusammenhänge psychischer Probleme sind bei Hochbegabung wesentlich für die Wahl der Intervention. Auch gibt es u.E. einige Merkmale hochbegabter Kinder, die in einer Therapie beachtet werden sollten. Darüber sollten wir ins Gespräch kommen.

Literatur:

Fischer C, Fischer-Ontrup C. 2016. „Mehrfach außergewöhnlich. Besonders begabte Kinder mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten.“ Lernen und Lernstörungen 5: 207-218.

Fischer-Ontrup C, Fischer C. 2016. „Das Motivations- und Selbststeuerungstraining für begabte Underachiever.“ Lernen und Lernstörungen 5, Nr. 4: 219-231.

Fischer C, Fischer-Ontrup C, Liebert-Cop I, Vohrmann A. 2017. „Beratungsstellen in der Begabungsförderung, Internationales Centrum für Begabungsforschung (ICBF).“ In Potenzialentwicklung. Begabungsförderung. Bildung der Vielfalt. Beiträge aus der Begabungsförderung., herausgegeben von Fischer C, Fischer-Ontrup C, Käpnick F, Mönks F J, Neuber N, Solzbacher C, 295-307.

KW 3: CANDIS – Modulare Therapie bei Cannabisstörungen

Nora Gerstner (M.Sc.), München

Cannabis ist die weltweit am häufigsten konsumierte illegale Substanz. Seit zwei Jahrzehnten zeigt sich in der EU eine kontinuierliche Zunahme der Behandlungszahlen von Menschen mit problematischem Cannabiskonsum. Intensiver Cannabiskonsum kann mit der Entwicklung einer Cannabisabhängigkeit einhergehen und zu verschiedensten psychischen, sozialen und gesundheitlichen Problemen führen.
„CANDIS“ gilt als das international am besten evaluierte Behandlungsprogramm für Jugendliche und Erwachsene mit cannabisbezogenen Störungen. Der Workshop vermittelt die drei zentralen Behandlungsmodule: Motivationsförderung, kognitiv-behaviorale Therapie und ein Problemlösetraining. Spezifische Therapiebausteine (motivierende Gesprächsführung, Vorbereitung des Konsumstopps, Selbstkontrolltechniken, Rückfallprophylaxe, Umgang mit Verlangen, Problemlösen, Ablehnungstraining etc.) werden vorgestellt und in Rollenspielen sowie praktischen Übungen erlernt. Fallvignetten und Videobeispiele sollen das klinische Erscheinungsbild von Patienten mit Cannabisstörungen veranschaulichen und Behandlungschancen und Barrieren in realen Therapieverläufen aufzeigen.

Literatur:

Hoch, E., Zimmermann, P., Henker, J., Rohrbacher, H.; Noack, R., Bühringer, G., Wittchen, H.-U. (2011). Modulare Therapie von Cannabisstörungen. Das CANDIS-Programm. Göttingen: Hogrefe.

KW4: Umgang mit Tod und Trauer

Dipl.-Psych Melanie Gräßer, Lippstadt

Das Thema Tod und Trauer begegnet Ihnen als Psychotherapeut immer wieder in ganz unterschiedlicher Form. Egal, ob Ihr kleiner, großer oder erwachsener Patient selbst sterben wird, das eigene Kind, ein Familienmitglied, Angehöriger, Verwandter, Bekannter oder Fremder gestorben ist oder sterben wird oder von einer lebensbedrohlichen Erkrankung betroffen ist, wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens mehrfach mit dem Thema „Tod“ konfrontiert werden.
Als Kinder- und Jugendlichen- oder Erwachsenenpsychotherapeut ist es Ihre Aufgabe, Ihren Patienten (und ggf. seine Angehörigen) in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, zu begleiten oder einfach nur zu entlasten.
Themen dieses Seminars werden sein:

  • Theoretische Hintergründe zum Thema „Tod und Trauer“ (z.B. Trauer-Phasen, Abgrenzung „normale“/gesunde Trauer bis hin zu komplizierter und damit häufig pathologischer/behandlungsbedürftiger Trauer).
  • Vermittlung unterschiedlicher Möglichkeiten und Methoden für den altersgemäßen Zugang zum Thema Tod und Trauer.
  • Aufbau von Bewältigungskompetenzen bei Ihrem Patienten im Umgang mit Verlust, Abschied und Trauer.
  • Hintergründe und Informationen zum kultur- und religionssensiblen Umgang mit dem Thema.
  • Die Bedeutung von Trauerritualen und Hilfen zur Sinnfindung.
  • Üben von „schwierigen“ Gesprächssituationen/Gesprächen.

Die Themen sollen anhand von vielen Fallbeispielen und praktischen Übungen anschaulich vorgestellt werden. Gerne können auch eigene Fallbeispiele mitgebracht werden.

KW 5: Selbstfürsorge

Silvia Höfer, Reutlingen

Unser Beruf bringt es mit sich, dass wir täglich mit vielfältigen Problemlagen und oft auch in schwierigen Beziehungen arbeiten müssen. Im Alltag kann es dabei leicht passieren, dass wir zu wenig auf uns selbst achten und in Gefahr kommen, uns zu viel zuzumuten oder dass wir in symptomspezifische Beziehungsnetze verwickelt werden. Im Workshop beschäftigen wir uns einerseits mit Stressfaktoren und Stressmodellen, andererseits werden in kleinen Selbsterfahrungseinheiten konkrete Anregungen für die eigene Selbstfürsorge gegeben.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung und eine Decke zum Liegen mit.

KW 6: Multimodale Verhaltenstherapie für Kinder mit aggressivem Problemverhalten

Dr. rer. medic. Timo Lindenschmidt, Köln

Der Workshop „Multimodale Therapie für Kinder mit aggressivem Problemverhalten“ beinhaltet neben der Vermittlung des theoretischen Hintergrundes die praktische Umsetzung möglicher verhaltenstherapeutischer Behandlungsansätze. Hierbei werden beispielsweise auch Interventionen aus dem Therapieprogramm für Kinder mit oppositionellem Verhalten (THOP) oder dem Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Verhalten (THAV) kennengelernt und vertieft.
Die Therapie von Kindern mit aggressiven und oppositionellen Verhaltensstörungen stellt eine besondere Herausforderung dar, weil diese Störungen häufig auftreten, meist einen chronischen Verlauf haben und schwer zu behandeln sind. Neben elternzentrierten Interventionen sind patientenzentrierte soziale Kompetenztrainings hier zum Standard in der Verhaltenstherapie geworden.
Im Kurs wird nach der Vermittlung des notwendigen theoretischen Hintergrundes insbesondere auf die praktische Umsetzung möglicher verhaltenstherapeutischer Behandlungsansätze eingegangen. Hierbei werden beispielsweise auch Interventionen aus dem Therapieprogramm für Kinder mit oppositionellem Verhalten (THOP) oder dem Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Verhalten (THAV) kennengelernt und vertieft.
Nach einer theoretischen Einführung hat der Kurs Workshop-Charakter. Neben der praxisnahen Vermittlung der Lerninhalte und Kleingruppenarbeiten haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit, eigene Behandlungsfälle zu thematisieren.

Literatur:

Petermann, F., Döpfner, M., Schmidt, Martin H., (2007): Aggressiv - dissoziale Störungen, Band 3, Leitfaden Kinder und Jugendpsychotherapie, Göttingen: Hogreve-Verlag

Döpfner, M., Schürmann, S., Lehmkuhl, G., (2011): Wackelpeter und Trotzkopf, Hilfen bei hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten, Weinheim: Psychologie Verlags Union

Döpfner, M., Görtz-Dorten, A. et al (2010): THAV, Therapieprogramm zur Behand-lung aggressiver Verhaltensstörungen; Hogrefe

KW 7: Selbstverletzendes Verhalten

Dr. med. Khalid Murafi, Drensteinfurt

Auf der Basis einer „ersten Selbsterfahrung“ soll das tiefergehende Verständnis für selbstverletzendes Verhalten erweitert und bereichert werden. Über das Verstehen hinaus soll auch in praktischer Anwendung über spezifische Anamneseinterviews und Interviewmöglichkeiten für die konkreten selbstverletzenden Verhaltensweisen, das Spektrum von Handlungsoptionen, die gemeinsam mit Klienten und deren Angehörigen gestaltet werden, vertieft werden.

KW 8: Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen

Dr. Wilhelm Rotthaus, Bergheim

Jugendliche und Heranwachsende sind eine Gruppe mit erhöhtem Risiko für suizidales Verhalten. Suizide sind in dieser Altersgruppe seit Jahren die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Die Äußerung von Suizidabsichten oder Suiziddrohungen als Therapieanlass oder im Verlauf von Psychotherapie stellt für Therapeutinnen und Therapeuten eine große Herausforderung dar, da die Arbeit in solchen Fällen oft vor dem Hintergrund der Frage erfolgt, ob eine weitere ambulante Arbeit noch zu verantworten ist oder ob eine stationäre Aufnahme veranlasst werden muss. In dem Workshop werden, Grundannahmen für das Verstehen von Suizidabsichten und Suizidhandlungen aufgezeigt, die den Zugang zu Kindern und Jugendlichen in einer suizidalen Krise erleichtern. Merkmale für das Erkennen und Einschätzen der Suizidalität werden erörtert und der Frage nachgegangen, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Art Notfallpläne oder Non-Suizid-Vereinbarungen eingesetzt werden können. Für die Therapie werden zunächst fünf Leitgedanken formuliert und anschließend mit Fallbeispielen eine Fülle ganz konkreter Vorgehensweisen dargestellt, die sich in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in suizidalen Krisen bewährt haben.

Literatur:

Omer, H. u. D. Dolberger (2003): Wie spricht man mit dem „Menschen auf dem Dach“? Krisenintervention angesichts akuter Suizidgefahr. Psychiatrie im Dialog 4 (4): 354-359

Rotthaus, W. (2017): Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen. Störungen systemisch behandeln, Bd. 7. Heidelberg (Carl-Auer)

Schroer, S. (1995): Jugendliche Suizidalität als Entwicklungschance. München (MMV Medizin)

 


Quelle: www.fotolia.com Bildnr.139999147

 

Langworkshops (8 UE)

LW 1: Schwierige Therapiesituationen – Wege aus der Sackgasse

Dipl.-Psych. Ulrike Bondick, Krefeld; Frederike Rawe, Krefeld

Das Wesen einer schwierigen Therapiesituation ist, dass sie uns als BehandlerInnen besonders herausfordert, möglicherweise auch an unsere persönlichen Grenzen bringt. Wir haben den Eindruck, nicht das passende Handwerkszeug zur Verfügung stellen zu können, fühlen uns evtl. sogar in unseren Kompetenzen geschwächt.
Schwierige Therapiesituationen bringen uns oft an eigene Themen und Grenzen. Daher möchten wir uns in diesem Workshop mit den SeminarteilnehmerInnen beispielhafte Situationen anschauen und Selbsterfahrungselemente in diesen Prozess einbetten. Wie kann ich mich als BehandlerIn in schwierigen Situationen schützen und auf mich achten? Wie kann es mir als BehandlerIn gelingen, schwierige therapeutische Prozesse kritisch zu betrachten und dennoch positiv eingestellt zu bleiben?

Literatur:

Borg-Laufs, Gahleitner&Hungerige (2012): Schwierige Situationen in Therapie und Beratung mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.

Fliegel& Schlippe (2005). „Grenzliches“: Schwierige Situationen im Beraterischen Alltag. PsychoBehandlung im Dialog, 2 (S. 207-213).

Noyon& Heidenreich (2009). Umgang mit schwierigen Situationen in Therapie und Beratung. Weinheim: Beltz

LW 2: Alles anders? – Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung im Beratungskontext

Marie Peikert, Berlin; Aline Deinert, Berlin

Die fluchtauslösenden Ereignisse im Herkunftsland, die Erfahrungen auf der Flucht sowie die Schwierigkeiten beim Ankommen in einer neuen Kultur können zu großen Belastungen führen. Psychotherapeutische Angebote und Beratung können hierbei eine wichtige stabilisierende Funktion einnehmen. In unserem Workshop wollen wir uns mit den Besonderheiten in der psychotherapeutischen Arbeit mit geflüchteten Kindern/Jugendlichen und deren Eltern auseinandersetzen. Unterschiede in dieser Arbeit beginnen meist schon dabei, dass das Hinzuziehen eines Sprachmittlers notwendig wird. Dabei wird das klassische Therapeut-Patient-Setting durch die hinzukommende dritte Rolle des Sprachmittlers stark verändert. Des Weiteren sind in der Therapie neben psychischen Belastungen, durch traumatische Erlebnisse, auch oft die aktuell schwierigen Lebensumstände (Wohnsituation, Aufenthaltsstatus) der Familien immer wieder präsent. Dadurch wird es besonders wichtig die eigene psychotherapeutische Arbeit zur Arbeit anderer Hilfesysteme abzugrenzen. Abgeleitet von den Besonderheiten werden wir auf die Voraussetzungen und Grundlagen dieser Arbeit eingehen (z. B. Einbinden von Sprachmittlung, Kultursensibilität, Kenntnisse zu Traumafolgestörungen). Am Beispiel eines durchgeführten Gruppenangebots für Kinder mit Fluchterfahrung sowie anhand von Fallbeispielen zur Elternarbeit, im Rahmen der Erziehungs- und Familienberatungsstelle, möchten wir darauf aufbauend einen Einblick in einige Methoden und Interventionen geben. Mit Übungen und kontinuierlichem Erfahrungsaustausch wollen wir aber auch der Frage nachgehen, ob durch die Besonderheiten in der Arbeit mit geflüchteten Kinder und Jugendlichen alles anders ist.

Literatur:

Stellungnahme der bke (2017): Wirksamkeit für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Eltern entfalten. Informationen für Erziehungsberatungsstellen 1/17

Abdallah-Steinkopff, B. (1999): Psychotherapie bei Posttraumatischer Belastungsstörung unter Mitwirkung von Dolmetschern. In: Verhaltenstherapie 9-1999, S. 211-220

LW 3: Schmerzpatienten als Herausforderung für den Alltag von Therapie, Schule, Familie

Dr. Dipl.-Psych. Michael Dobe

Schmerzstörungen betreffen etwa 1-2% aller Kinder und Jugendlichen. Zudem sind chronische Schmerzen im Kindes- und Jugendalter häufig (ca. 5% aller Kinder und Jugendlichen leiden unter chronischen Schmerzen). Häufig folgt eine Odyssee, infolge derer die besorgten Eltern mit ihren Kindern zu verschiedenen Ärzten gehen und/oder naturheilkundliche Verfahren aufsuchen. Da die Ärzte eine organische Ursache in den meisten Fällen glücklicherweise ausschließen können oder die Befunde nicht die Symptomatik erklären, führen medizinische Maßnahmen meist nicht weiter. Naturheilkundliche Verfahren aller Art sind ebenso wie Schmerzmedikamente nachweislich meist wirkungslos in der Behandlung chronischer Schmerzen. Somit führen diese Interventionen höchstens vorübergehend zu einer leichten Verbesserung. Leider bietet das Internet eine Plattform für zum Teil lediglich bizarre zum Teil aber auch schädliche Interventionen zur Behandlung chronischer Schmerzen. Viele dieser Interventionen werden mit einem pseudowissenschaftlichen Hintergrund versehen, so dass der Laie nicht mehr zwischen Fakt und Fiktion unterscheiden kann. Da in unserer Gesellschaft biopsychosoziale Erklärungsmodelle bzgl. Entstehung und Aufrechterhaltung körperlicher Symptome nach wie vor mit einem gewissen Stigma behaftet sind ("Ich habe ja wirklich was!"), kommt es vor diesem Hintergrund häufig zu einer somatischen Fixierung von Kind und Eltern ("Ich bilde mir die Schmerzen doch nicht ein! Da muss doch was sein!"). Weil man glaubt, dass man krank ist, werden meist vor allem passive Schmerzbewältigungsstrategien bevorzugt (und leider nicht selten auch therapeutisch/ärztlich vermittelt), so dass es zu vielen Schulfehltagen kommt. Die Idee der Patienten ist meist, dass das Leben wieder klappen würde, hätte man doch endlich die Ursache für die Schmerzen gefunden und beseitigt. In diesem Workshop wird vermittelt, wie man diese somatisch besorgten Patienten zu einer aktiven Schmerzbewältigung motivieren kann.

Literatur:

Dobe, M., Zernikow, B. (2012). Therapie von Schmerzstörungen im Kindes- und Jugendalter. Heidelberg, Berlin: Springer.

Dobe, M. &Zernikow, B. (2016). Rote Karte für den Schmerz: Wie Kinder und ihre Eltern aus dem Teufelskreislauf chronischer Schmerzen ausbrechen. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag, 4. Auflage.

LW 4: Fetale Alkohol-Spektrumstörungen: Symptomatik, Diagnostik, Therapieformen und Hilfen im Alltag

Dr. Reinhold Feldmann, Drensteinfurt

Der Alkoholkonsum von Schwangeren hat für die betroffenen Kinder langfristige körperliche und geistige Folgen. Unter dem Begriff „Fetal AlcoholSpectrumDisorder“ (FASD) werden alle durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verursachten Schädigungen des Kindes erfasst. FASD umfasst so das Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms (FAS) sowie davon abgeleitete Auffangdiagnosen wie etwa das partielle FAS (pFAS) oder alkoholbezogene zentralnervöse Störungen (ARND).
Embryo und Fötus werden durch Alkohol unmittelbar geschädigt. Auch wenn Alkohol vorgeburtlich grundsätzlich auf alle Organe schädigend einwirken kann, sind es vor allem Organe mit einer hohen Wachstumsrate und erhöhten Stoffwechsellage, die besonders betroffen sind, weshalb sich das embryofetale Gehirn als außerordentlich vulnerabel darstellt. Aus diesem Grund sind neuropathologische Veränderungen sehr viel häufiger, als die sichtbaren morphologischen Anomalien und können auch isoliert von diesen auftreten.
Körperliche, kognitive, soziale und emotionale Störungen treten mit variabler Expressivität auf. Die heranwachsenden Kinder fallen auf, weil sie naiv und vertrauensselig sind. Risiken können sie nicht altersgerecht einschätzen, Gefahren nicht gut erkennen und fremde Absichten nicht durchschauen. So geraten sie aus Arglosigkeit oder, weil sie verleitet wurden, in ungehörige oder sogar gefährliche Situationen. Die betroffenen Kinder sind zudem sehr unkonzentriert und sehr vergesslich. Sie wiederholen Handlungen, die ihnen von Erwachsenen untersagt wurden – und das manchmal nach kurzer Zeit.
Eine auf FASD zugeschnittene Therapie gibt es nicht. Durch verschiedene Therapien und Fördermaßnahmen lassen sich jedoch die auftretenden Begleiterscheinungen wie z.B. Impulsivität, Aggressionen, Wahrnehmungsstörungen, Sprachstörungen und Störungen der Motorik gezielt beeinflussen, so dass die Lebensqualität des von FASD betroffenen Menschen verbessert wird. Zu nennen sind Frühförderung, Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie und Therapeutisches Reiten. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen sind ergänzend sinnvoll, wenn auf therapeutischer Seite die Besonderheiten der FASD bekannt sind, die therapeutischen Inhalte sich sehr eng an den problematischen Alltagssituationen orientieren und sehr konkrete Verhaltensmodifikationen beinhalten.

Literatur:

Feldmann R, Noppenberger A (2017) FAS(D) perfekt. Münstermann-Verlag, Ibbenbüren

Feldmann R (2015) Spuren des Alkohols. Spektrum der Wissenschaft: Gehirn und Geist 9:66-71

Schmidt H, Fietzek M, Holodynski M, Feldmann R (2015) FAS - Erste Hilfe - Koffer, 2. Aufl., Schulz-Kirchner-Verlag, Idstein

LW 5: Neurofeedback bei ADHS

Dr. Axel Kowalski, Krefeld; Prof. Dr. Gerhard Lauth, Pulheim-Brauweiler

Die Symptomatik der ADHS (HKS) ist mit zentralnervösen Prozessen der Informationsverarbeitung verbunden. Beispielsweise sind Schwierigkeiten bei der Regulation und Aufrechterhaltung der kognitiven Aktivierung (Aufmerksamkeit) sowie ein Überwiegen von dysfunktionalen Verhaltensmustern bekannt. Lange Zeit wurde auch über die negative Veränderlichkeit der zugrundeliegenden biopsychologischen Prozesse diskutiert.In den letzten 15 Jahren häufen sich die Hinweise, dass das Verhalten von ADHS Patienten mit speziellen neurobiologischen Hirnaktivitäten einhergeht. Über Neurofeedback gelingt es den betroffenen Klienten zunehmend besser, diese Muster der Hirnaktivität positiv zu verändern. Neurofeedback hat sich daher insgesamt als wirksame Methode der selbstgesteuerten Veränderung von Verhaltensweisen herauskristallisiert.

Der vorliegende Workshop

  • Informiert über die biopsychologischen Hintergründe der ADHS bei Kindern und Jugendlichen,
  • Stellt die wichtigsten Methoden des Neurofeedbacks dar,
  • Illustriert das Vorgehen an praktischen Beispielen,
  • Zeigt Ergebnisse im Einzelfall und
  • Schlägt am Ende den Bogen zu anderen Störungsformen, die ebenfalls von Neurofeedback verändert werden können.

Mittels mobiler EEG-Technik und Neurofeedback Anwendungen erhalten die Teilnehmer einen praxis-orientierten Einblick in das Vorgehen bei der Durchführung des Neurofeedack.


Literatur:


Spieß, R., Lauth. G. W. & Mutz, G. (2010). Neurofeedback bei Kindern mit ADHS. Verhaltenstherapie mit Kindern & Jugendlichen, 6, 69-80.

Haus, K.M., Held, C., Kowalski, A., Krombholz, A., Nowak, M., Schneider, E., Strauß, G., Wiedemann, M. (2016). Praxisbuch Biofeedback und Neurofeedback. Springer.

In press: A. Martin, A. Kowalski. (2017). Praxisbuch Biofeedback und Neurofeedback.  in der Reihe: Fortschritte in der Psychotherapie. Hogrefe.

LW 6: Behandlung von Kindern psychisch erkrankter Eltern

Dipl.-Psychologe Prof. Dr. Albert Lenz, Dortmund

Wissenschaftliche Studien zeigen übereinstimmend, dass Kinder mit psychisch erkrankten Eltern häufig mit besonderen Belastungen und Beeinträchtigungen konfrontiert sind, die das Erkrankungsrisiko signifikant erhöhen. So ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung das Risiko psychisch zu erkranken für die Kinder je nach Störung der Eltern bis zu achtfach erhöht. Kinder psychisch erkrankter Eltern stellen somit eine besondere Risikogruppe dar. Die Zahlen machen die Relevanz des Themas „Kinder psychisch erkrankter Kinder für die Kinder- und Jugendpsychotherapie“ deutlich.
In dem Workshop geht es um die besonderen Anforderungen an die TherapeutInnen in der Arbeit mit psychisch erkrankten Eltern und die Besonderheiten des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens bei Kindern psychisch erkrankter Eltern. Es werden Leitlinien zur Diagnostik und zur Indikationsstellung und Interventionsplanung vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die notwendigen therapiebegleitenden Interventionen sowie die präventiven familienorientierten Interventionen, von denen sowohl das behandlungsbedürftige Kind als auch die nicht behandlungsbedürftigen Geschwisterkinder und die ganze Familie profitieren können.

Literatur:

Albert Lenz & Silke Wiegand-Grefe (2017). Kinder psychisch kranker Eltern. Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie (Band 23). Göttingen: Hogrefe.

Albert Lenz & Silke Wiegand-Grefe (2016). Ratgeber Kinder psychisch kranker Eltern. Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. Ratgeber Kinder- und Jugendpsychiatrie (Band 23). Göttingen: Hogrefe.

Albert Lenz (2014). Kinder psychisch kranker Eltern (2., vollst. überarb. und erw. Auflage). Göttingen: Hogrefe

LW 7: „Das ist doch alles nur eine Phase…!“ – Therapeutische Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die sich im falschen Körper fühlen.

Dipl.-Psych. Judith Lichtenberg, Dortmund

Geschlechtsdysphorie (GD) im Kindes- und Jugendalter ist geprägt von einem anhaltenden, klinisch relevanten Unbehagen gegenüber dem eigenen biologischen Geschlecht. Die jungen Menschen erleben sich selbst als „falsch“. Störungen der Geschlechtsidentität (GIS) zeigen sich in verschiedenen Lebensphasen und können in ihrer Ausprägung unterschiedliche Intensität haben. Manche Kinder bestehen bereits in den ersten Lebensjahren auf Kleidung oder Spielsachen des anderen Geschlechts, sind der Überzeugung, dem anderen Geschlecht anzugehören oder Wünschen sich konträrgeschlechtliche Genitalien. Einige Kinder werden bereits im Kindergarten als dem anderen Geschlecht zugehörig angesehen und erlebt. Bei anderen wird der Unterschied zwischen dem Verhalten und den dem biologischen Geschlecht gesellschaftlich zugeschriebenen Rollenstereotypen als Widerspruch wahrgenommen. Manche Kinder oder Jugendliche vertrauen erst in späteren Lebensjahren ihren Eltern oder nahen Bezugspersonen ihr Gefühl, im falschen Körper zu leben, an oder begreifen erst allmählich, wo ihr Gefühl des Andersseins herrührt. Im ICD-10 wird das Störungsbild unter „Störungen der Geschlechtsidentität im Kindesalter“ (F64.2) gefasst und von „Transsexualismus“ (F64.0) und „Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen“ (F64.1) sowie den „sonstigen“ (F64.8) und „nicht näher bezeichneten GIS“ (F64.9) abgegrenzt. Im ICD-10 ist die Diagnose „Störung der Geschlechtsidentität im Kindesalter“ an das Auftreten vor der Pubertät gekoppelt; die Diagnose „Transsexualismus“ darf nur im Erwachsenenalter gestellt werden.
Diese Diagnose (F64.2) gehört aufgrund ihrer mit unter 1 % niedrigen Prävalenz und der Komplexität von Krankheitsbildern, Diagnostik und Therapie zu den Randthemen in der Pädiatrie und damit auch zum Randthema in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. In den letzten 10 Jahren erfolgten große Fortschritte in der hormonellen Therapie und auch im strukturierten und evidenzbasierten Umgang mit der ganzheitlichen Betreuung dieser Patienten. Die Diagnosestellung erfolgt mithilfe der Diagnosekriterien der ICD-10.
Da die anhaltende Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter häufig mit sozialer Ausgrenzung und psychiatrischen Komorbiditäten wie Depressionen sowie selbstverletzendem und suizidalem Verhalten einhergeht, ist eine adäquate Betreuung der Betroffenen ausgesprochen wichtig. Neben der psychotherapeutischen oder psychiatrischen Therapie der Begleiterkrankungen können Jugendliche den internationalen Empfehlungen entsprechend ab dem 12. Lebensjahr (bzw. dem Pubertätsstadium 2-3 nach Tanner) mit GnRH-Analoga therapiert werden, um ein Voranschreiten der Pubertät zu verhindern. Ab dem Alter von 16 Jahren können Jugendliche mit gegengeschlechtlichen Hormonen therapiert werden. Eine chirurgische Geschlechtsangleichung ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich, (die Mastektomie wird sehr häufig sogar schon früher durchgeführt). Die Behandlungsmöglichkeiten sind nicht unumstritten. Aufgrund fehlender Langzeitdaten wird besonders der Einsatz von GnRH-Analoga zur Unterdrückung der Pubertät kontrovers diskutiert. Ungeklärt sind bislang auch die Ursachen der Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter, weshalb weitere Forschung auf diesem Gebiet erforderlich ist.

Im Workshop wird dem Teilnehmerkreis zunächst ein Einblick in die unterschiedlichen „geschlechtsspezifischen“ Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen gegeben, von homo- und bisexuell, über „gender-fluid“, „gender-non-conform“ und „non-binary“, bis hin zu „pan-“ und transsexuell. Der Schwerpunkt soll dann auf den Kriterien der Differenzierung sowie der damit verknüpften therapeutischen Begleitung dieser jungen Menschen liegen.
Gemeinsam wollen wir uns verschiedene Fallbeispiele, auch anhand von Videomaterialien, ansehen und über die unterschiedlichen Diagnosen und Behandlungsoptionen, vor allem vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Aspekte/Entwicklungen, in den Austausch kommen.

Literatur:

Bosinski H AG, Arndt R, Sippell W G et al. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Kindern und Jugendlichen: Nosologie und Epidemiologie. Monatsschrift für Kinderheilkunde. 1996; 144 1235-1241

Meyenburg B. Indikationsstellung und klinische Erfahrungen mit früher hormoneller Behandlung transsexueller Jugendlicher. Vortrag auf dem DGPPN Kongress 2008 in Berlin

Angebot für Studierende

LW 8: Der Weg ist das Ziel oder: Was soll ich nur nach dem Studium machen?
Ein Workshop für Studierende mit Interesse an einer Psychotherapie-/ Verhaltenstherapie-Ausbildung

Gerd Per, Herne; Kristin Pfeifer, Stuttgart

Nach einem Überblick über psychosoziale und therapeutische Berufsfelder im psychologischen und pädagogischen Bereich wird die Ausbildung zur Psychologischen PsychotherapeutIn bzw. Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn bei der DGVT vorgestellt. Im Anschluss daran werden (Verhaltens-)TherapeutInnen aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu ihrem beruflichen Werdegang in Form von Interviews Rede und Antwort stehen. Die Interviews werden von den Workshop-TeilnehmerInnen vorbereitet und durchgeführt. Aus den Erfahrungen der InterviewpartnerInnen werden Anregungen und Tipps für die Planung der eigenen beruflichen Perspektive abgeleitet.


HINWEIS: Die Abstracts werden in der eingereichten Form veröffentlicht. Nicht alle sind durchgängig in genderkonformer Schreibweise gehalten, wie sie ansonsten in der DGVT üblich ist.

Termine

Verhaltenstherapie in Gruppen
Start der Reihe: 29.-30. September 2018 in Konstanz

Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) der Borderline Störung
Start der Reihe: 09.-10. Februar 2019 in Frankfurt a. M.

Paartherapie - Aufbauseminare
Start der Reihe: 22.-23. Februar 2019 in Berlin

Weiterbildung in Lauftherapie (DGVT)
Start der Reihe: 16.-17. März 2019 in Würzburg

Psychosenpsychotherapie (DGVT)
Start der Reihe: 16.-17. März 2019 in München

Psychotherapie sexuell grenzverletzender Jugendlicher und Heranwachsender
15. Dezember 2018 in Dortmund

Beratung und Therapie bei frühkindlichen Regulationsstörungen
02.-03. Februar 2019 in Bottrop

Impact Therapy
16.-17. Februar 2019 in Frankfurt

Besonderheiten in der Therapie von Patient*innen mit Migrationshintergrund
16.-17. Februar 2019 in Hamburg

Schematherapie - Einführung
01.-02. März in Dortmund

Verhaltenstherapie für Menschen mit Intelligenzminderung
09. März 2019 in Hamburg

Psychopharmakologie
23. März 2019 in Dortmund

Der DGVT-Berufsverband bietet Mitgliedern der DGVT/DGVT-BV laufend Seminare und Workshops zur Praxisorganisation an. Weitere Informationen erhalten Sie hier.