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Konfrontation und therapeutische Allianz. Die Basis für wirksame Interventionen in der Paartherapie

Themenseminar

Wenn ein*e oder beide Partner*innen nur unter Vorbehalt mitarbeiten, wenn notwendige wichtige Informationen zurückgehalten oder gemeinsame Arbeitsergebnisse nicht umgesetzt werden, wenn Klient*innen das Vorgehen in der Therapie oder die Person des/der Therapeut*in infrage stellen, stagniert der paartherapeutische Prozess. Doch er stagniert ebenfalls, wenn die Klient*innen sich so gut aufgehoben und verstanden fühlen dass sie wenig Interesse verspüren, selbst Schritte in Richtung Veränderung zu tun. Woran lässt sich erkennen, ob es eine ausgewogene produktive Allianz zu beiden Partner*innen gibt? Wie lässt sich diese anbieten? Wie kann sie gehalten werden, ohne dass notwendige Konfrontationen vermieden werden?
Dafür ist es nötig eine dritte, von beiden Partner*innen unabhängige Perspektive einzunehmen und zur Verfügung zu stellen. Es gilt zu erkennen und zu benennen, was in der Sitzung geschieht und sinnvoll zu nutzen. Der Blick auf das therapeutische Bündnis ist in allen Phasen der Paartherapie zentral. Immer wieder geht es darum, schnell und klar zu reagieren und eine Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Kolleg*innen mit abgeschlossener Psychotherapieausbildung. Sie baut auf den vier Basisseminaren („Einführung in die Paartherapie“) auf, deren Besuch Voraussetzung für die Aufbauseminare ist, wenn die Zertifizierung „Paartherapie (DGVT)“ angestrebt wird.
Alle Seminare sind jedoch auch offen für Kolleg*innen, die bereits paartherapeutisch arbeiten, aber keine Zertifizierung anstreben.

Lernziele

Das Seminar ist teil der Seminarreihe "Paartherapie - Aufbauseminare".
Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit von Paartherapie auf die Veränderung der psychischen Symptomatik. Das ist nachvollziehbar, denn eine Liebesbeziehung hat individuell einen hohen Stellenwert, und Konflikte in der Partnerschaft haben großen Einfluss auf die Lebensqualität und Gesundheit. Die therapeutische Arbeit mit Paaren unterscheidet sich allerdings sehr von der im Einzelsetting. Die vier Basisseminare dieses Curriculums werden seit 2014 bei der DGVT angeboten und befähigen die Teilnehmer*innen, Paare beim Verstehen und Lösen von Konflikten zu unterstützen. Die Aufbauseminare vertiefen diese Fertigkeiten durch die Vermittlung geeigneter Methoden und das Verständnis für konkrete Krisen und Herausforderungen einer Liebesbeziehung. Es werden unterschiedliche Ansätze der Paartherapie vorgestellt. Der Schwerpunkt dieses Curriculums liegt auf dem Ansatz der differenzierungsbasierten Paartherapie, angelehnt an M. Bowen und D. Schnarch.

Umfang und Akkreditierung

Das Seminar umfasst 16 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Referent*in

Berit Brockhausen, Dipl.-Psych., Psychologische Psychothera-peutin, Partnerschafts- und Sexualberatung; Berlin

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 261,00 €
  • Nicht-Mitglied: 296,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.

Termine & Orte

Anmeldung via PDF
Freie Plätze
Aufnahme auf Warteliste
Ausgebucht

Beratung & Kontakt

Tel.: 07071 / 94 34 34
Fax: 07071 / 94 34 35
fortbildung@dgvt.de

Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr
0 70 71 / 94 34 34