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Grundlagen der differenzierungsbasierten Sexualtherapie mit Paaren

Seminarreihe

Fortbildung in Kooperation mit dem Institut für Differenzierungsbasiertes Arbeiten, Berit Brockhausen, Berlin

Sexualität ist bei den meisten Paaren ein sensibles, oft auch problembehaftetes Thema- und eines der häufigsten Anliegen in der Paartherapie. Viele Paare suchen Unterstützung, weil ihre sexuelle Beziehung unter Belastungen, Konflikten, Scham, Kommunikationsmustern oder unterschiedlichen Bedürfnissen leidet. Diese Seminarreihe bietet eine fundierte Weiterbildung in Paartherapie, in der das Thema Sexualität als zentraler Schwerpunkt vertieft wird. Da sexuelle Schwierigkeiten bei den meisten Paaren ein häufiges und sensibles Anliegen darstellen, vermittelt die Ausbildung sowohl Grundlagen der Differenzierungsbasierten Paartherapie als auch spezialisierte sexualtherapeutische Kompetenzen.

Zielgruppe der Fortbildung

Die Fortbildung richtet sich an Kolleg*innen mit abgeschlossener Psychotherapieausbildung, sowie an erfahrene Mitarbeiter*innen aus Familienberatungsstellen.

Zielsetzung der Fortbildung

Die Teilnehmenden erwerben ein umfassendes paartherapeutisches Basiswissen und erlernen gleichzeitig den professionellen Umgang mit sexuellen Fragestellungen, Dynamiken und Konflikten in Paarbeziehungen. Die Ausbildung stärkt die therapeutische Haltung, erweitert das methodische Repertoire und befähigt, Paare auch bei komplexen Intimitäts – und Sexualthemen sicher zu begleiten.

Fortbildungsinhalte und Methoden

Grundlage ist der Differenzierungsbasierte therapeutische Ansatz nach Murray Bowen. Diesen hat David Schnarch genutzt, um die bis dato getrennten Arbeitsbereiche Paar- und Sexualtherapie zu verbinden. Seine wegweisende Arbeit in diesem Bereich hat unter anderem Ulrich Clement inspiriert, eine systemische Sexualtherapie zu formulieren.
Berit Brockhausen hat den differenzierungsbasierten Ansatz für Paare weiterentwickelt. Er bietet sowohl in der therapeutischen Arbeit mit Paaren als auch speziell für sexuelle Fragestellungen ein hochwirksames theoretisches und praktisches Fundament.
Die Teilnehmer*innen lernen, Paare anhand dieser Konzepte – Differenzierung, Selbstberuhigung, Verantwortungsübernahme, Wachstumsimpulse – zu begleiten.
Paardynamiken, Eskalationen und Reaktivität werden verstehbar und therapeutisch nutzbar gemacht.

Die Ausbildung vermittelt ein praxistaugliches und praxisnahes Vorgehen bei häufigen sexuellen Schwierigkeiten in Paarbeziehungen:

  • Lustlosigkeit und Lustdiskrepanzen
  • Schmerzen, Dyspareunie
  • Erektions- und Orgasmusstörungen
  • Sexuelles Vermeiden und Bedrängen
  • Sexualität bei Paarkonflikten und Misstrauen
  • Auswirkungen auf die Paarsexualität nach Krisen, Affären, Krankheit, Alter, Stress und bestimmten Lebensphasen
  • Trauma in der sexuellen oder partnerschaftlichen Vorerfahrung

Therapeutische Interventionsmethoden:

  • Gesprächsführung im Paarsetting bei hoher Anspannung, Scham und Tabuthemen
  • Übungen zur Intimität, Körperwahrnehmung und Paarkommunikation
  • Differenzierungsbasierte therapeutische Haltung und Interventionen zu paardynamischen Prozessen von Ko-Regulation, Fusion, emotionaler Abhängigkeit sowie
  • bei vermeidenden und eskalierenden Konfliktpaaren
  • Arbeit mit dem persönlichen Erleben der Therapeut*in (therapeutische Selbstregulation)

Diagnostische Kriterien als auch konkrete Interventionsformen werden eingeübt.
Theorie, Selbsterfahrung und Methodenpraxis greifen eng ineinander, sodass die Teilnehmer*innen Sicherheit in der therapeutischen Arbeit mit sensiblen Intimitäts- und Sexualthemen entwickeln. Der Aufbau der Seminarreihe orientiert sich am Ablauf einer Paartherapie:

Block I Erstgespräch und Eingangsphase – das Arbeitsbündnis herstellen; Themenschwerpunkt: Unterschiede im sexuellen Verlangen
Block II Das gemeinsame sexuelle Problem verstehen und die Arbeitsfähigkeit ermöglichen; Themenschwerpunkt: Schmerzen beim Sex
Block III Differenzierung fördern – Begegnung und Intimität ermöglichen; Themenschwerpunkt: Erektionsstörungen 
Block IV Veränderung ermöglichen – Entscheidungen herausfordern; Themenschwerpunkt: Sexualität und Krankheit
Block V Wachstum und Abschluss – die Veränderung begleiten; Themenschwerpunkt: Paartherapie bei sexueller Traumatisierung

Umfang und Akkreditierung

Die Blockseminare umfassen jeweils 16 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Zeiten

10:00 Uhr bis 18:30 Uhr inkl. Pausen

Referent*in

Carlotta Baehr, Familien-, Paar- und Sexualtherapeutin, Supervisorin IDA und DGfS; Hannover

Anmeldung

BItte beachten Sie, dass es sich bei dieser Fortbildung um eine Kooperation mit dem Institut für Differenzierungsbasiertes Arbeiten, Berit Brockhausen, Berlin  handelt. Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des IDA. Mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie die AGB des/der Veranstalter*in an. Der Rücktritt erfolgt in schriftlicher Form bis zu 6 Wochen vor Kursbeginn unter Einzug einer Bearbeitungsgebühr von 25,- €. Bei späterem Rücktritt wird die gesamte Gebühr einbehalten, es sei denn, es rückt jemand von der Warteliste nach.

INFORMATIONSABEND (KOSTENFREI)

Online-Infoabend (kostenfrei) mit Vortrag und Fallbeispiel von Carlotta Baehr am 15.04.2026  von 19-21 Uhr. Hier geht es zur  Anmeldung.

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 2.000,00 €
  • Nicht-Mitglied: 2.200,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.
Kalender

Termine & Orte

14.09. bis 22.12.2026
Online über die Plattform Zoom |
  • Block I:
    14.09. bis 15.09.2026
  • Block II:
    12.10. bis 13.10.2026
  • Block III:
    02.11. bis 03.11.2026
  • Block IV:
    30.11. bis 01.12.2026
  • Block V:
    21.12. bis 22.12.2026
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Fax: 07071 / 94 34 35
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Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr