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Behandlung akuter Traumafolgestörungen (Vertiefungsmodul)

Themenseminar

Kinder und Jugendliche können auf vielfältige Art und Weise traumatisiert werden. Die daraus resultierenden Folgen, Symptome und Störungen können vielschichtig sein und bedürfen eines speziellen Wissens und einer darauf abgestimmten Behandlungsplanung.

Das Themenseminar ist Teil der Seminarreihe „Psychotraumatologie im Kindes- und Jugendalter“. Es umfasst die folgenden Inhalte:

  • Vertiefung der nosologischen Konzepte in ICD-11 (Akute Belastungsreaktion) und DSM-5 (Akute Belastungsstörung) sowie deren Auswirkungen auf die Behandlung akut belasteter Kinder und Jugendlicher.
  • Vertiefung AWMF-S2-Leitlinie: Psychische Erste Hilfe und spezifische Akutinterventionen für Kinder und Jugendliche
  • Überblick über traumafokussierte Behandlungstechniken in den ersten 4 Wochen nach akuter Traumatisierung: Hilfreiche Sofortmaßnahmen, altersgerechte Psychoinformation, Unterstützung alters- und entwicklungsangepasster Bewältigungsstrategien, Traumaexposition
  • Besonderheiten der Akutbetreuung und der psychosozialen Notfallversorgung durch abgestufte Unterstützungsangebote: Bearbeitung am Fallbeispiel unter Einsatz von Filmmaterial und Planspielelementen
  • Auseinandersetzung mit besonderen Anforderungen an die Kommunikation
  • Einblick in ein MANV-Konzept (Massenanfall an Verletzten) und die Einbindung der PSNV (Psychosozialen Notfallversorgung) in großen Schadenslagen
  • Vertiefung: Psychoedukation für Angehörige
  • Hinweise auf weiterführende professionelle Hilfsangebote in Akutsituationen (Komm-und Gehstruktur von Hilfen; Kostenträger; Angebotsstrukturen)
  • Vertiefung: Umgang mit schwerwiegenden Symptomen (Dissoziation, Suizidalität) und Suchtmittelkonsum
  • Kognitive Umstrukturierung und narrative Traumakonfrontation in der Frühintervention – zwischen Normalisierung und Veränderung
  • Arbeit an Fallbeispielen

Zielgruppe

Abgeschlossene Ausbildung zur/m Ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeut*in oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in. Nach Rücksprache mit der Lehrgangsleiter*in ist auch eine Teilnahme im fortgeschrittenen Teil der Ausbildung/Weiterbildung möglich (Zertifizierung erfolgt nach Erhalt der Approbation).

Lernziele

Das Seminar ist Teil der Seminarreihe „Psychotraumatologie im Kindes- und Jugendalter“ welche die Zielsetzung verfolgt Psychotherapeut*innen weiter zu qualifizieren, auf der Grundlage der therapeutischen Beziehung, trauma-orientierte Verfahren kompetent und adäquat einzusetzen. Das Curriculum ist in verschiedene Module gegliedert und umfasst eine Grundlagenausbildung, spezifische Diagnose-, Stabilisierungs- und Behandlungskriterien. Es ist von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (DeGPT) als Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen“ zertifiziert und bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit zur EMDR-Ausbildung (EMDR-Therapeut*in für Kinder und Jugendliche (EMDRIA)).

Umfang und Akkreditierung

Das Seminar umfasst 16 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Referent*in:

Sabine Rau

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 292,00 €
  • Nicht-Mitglied: 330,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.

Termine & Orte

Anmeldung via PDF
Freie Plätze
Aufnahme auf Warteliste
Ausgebucht

Beratung & Kontakt

Tel.: 07071 / 94 34 34
Fax: 07071 / 94 34 35
fortbildung@dgvt.de

Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr