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Grundlagen der Diagnostik und Therapie von Traumfolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen

Themenseminar

Kinder und Jugendliche können auf vielfältige Art und Weise traumatisiert werden. Die daraus resultierenden Folgen, Symptome und Störungen können vielschichtig sein und bedürfen eines speziellen Wissens und einer darauf abgestimmten Behandlungsplanung.

Das Themenseminar ist Teil der Seminarreihe „Psychotraumatologie im Kindes- und Jugendalter“. Es umfasst die folgenden Inhalte:

1) Theoretische Grundlagen (4UE)

Geschichte der Psychotraumatologie; Traumakonzepte; Definitionen; Prävalenz; Besondere Aspekte des Traumagedächtnisses in den verschiedenen Lebensaltern; Überblick über den aktuellen Stand der Traumatherapieforschung bei Kindern und Jugendlichen.

2) Ätiologische Modelle und neurobiologische Grundlagen (4UE)

Überblick über ätiologische Modelle zur Entstehung von Traumafolgestörungen; Kenntnisse über Schutz- und Risikofaktoren; Neurobiologische Grundlagen; Körperliche Traumafolgefolgestörungen, Auswirkungen von Traumatisierung in der Kindheit auf die körperliche Gesundheit.

3) Diagnostik und Differenzialdiagnostik (8UE)

Altersspezifische Traumadiagnostik und Komorbidität; Diagnostische Einordnung im ICD-11 und DSM-5; Diagnosekriterien für Kinder unter 6; Überblick über verschiedene psychometrische Testverfahren; Selbstbeurteilung und Selbstwahrnehmung; Mythos der Retraumatisierung durch diagnostische Interviews; Einbezug von Bezugspersonen; Diagnostische Methoden zur Beurteilung des Misshandlungs- und Vernachlässigungsrisikos.

4) Einbezug des Herkunftssystems in die Traumatherapie -Planung (4 UE)

Aspekte transgenerationaler Traumatisierung; Systemische Aspekte des Umgangs mit Trauma in der Familie; Auswirkungen von elterlicher Traumatisierung auf das Erziehungsverhalten; Umgang mit häufigen pädagogischen Problemen in Folge von traumatischen Erfahrungen der Kinder; Aufgaben der Eltern, Pflegeeltern und Fachkräfte in der Begleitung; Umgang mit vernachlässigenden und misshandelnden Elternteilen in der Therapie.

Zielgruppe

Abgeschlossene Ausbildung zur/m Ärztlichen oder Psychologischen Psychotherapeut*in oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in. Nach Rücksprache mit der Lehrgangsleiter*in ist auch eine Teilnahme im fortgeschrittenen Teil der Ausbildung/Weiterbildung möglich (Zertifizierung erfolgt nach Erhalt der Approbation).

Lernziele

Das Seminar ist Teil der Seminarreihe „Psychotraumatologie im Kindes- und Jugendalter“ welche die Zielsetzung verfolgt Psychotherapeut*innen weiter zu qualifizieren, auf der Grundlage der therapeutischen Beziehung, trauma-orientierte Verfahren kompetent und adäquat einzusetzen. Das Curriculum ist in verschiedene Module gegliedert und umfasst eine Grundlagenausbildung, spezifische Diagnose-, Stabilisierungs- und Behandlungskriterien. Es ist von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (DeGPT) als Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen“ zertifiziert und bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit zur EMDR-Ausbildung (EMDR-Therapeut*in für Kinder und Jugendliche (EMDRIA)).

Umfang und Akkreditierung

Das Seminar umfasst 24 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Referent*in:

Michael Meusers

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 438,00 €
  • Nicht-Mitglied: 496,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.

Termine & Orte

Anmeldung via PDF
Freie Plätze
Aufnahme auf Warteliste
Ausgebucht

Beratung & Kontakt

Tel.: 07071 / 94 34 34
Fax: 07071 / 94 34 35
fortbildung@dgvt.de

Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr