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Schwindel und psychische Störungen

Web-Seminar

Mit Prävalenzraten von 20-40% in der Allgemeinbevölkerung ist Schwindel ein häufiges Symptom. Besonders oft tritt es bei depressiven und Angststörungen oder als vorherrschendes Symptom einer somatoformen Störung auf. In der psychotherapeutischen Praxis bestehen auf Seiten der Therapeut*innen oft Unsicherheiten im Umgang mit dem Symptom Schwindel. In diesem Workshop sollen Kenntnisse vermittelt und eingeübt werden, die bei der richtigen diagnostischen Einordnung und der entsprechenden therapeutischen Herangehensweise hilfreich sind.
Ausgehend vom Symptom Schwindel werden zunächst verschiedene zugrundeliegende organische Ursachen vorgestellt, um zu erkennen, welche organischen Erkrankungen vor einer rein psychotherapeutischen Herangehensweise ausgeschlossen sein sollten oder wann eine konstante Zusammenarbeit mit entsprechenden ärztlichen Kolleg*innen erforderlich ist. Darauf aufbauend wird das biopsychosoziale Störungsmodell zur Entstehung und Aufrechterhaltung des funktionellen Schwindels vermittelt sowie verschiedene Erscheinungsformen des Schwindels bei unterschiedlichen psychischen Störungen vorgestellt. Im Anschluss werden therapeutische Ansätze zur Behandlung des Schwindels aufgezeigt, die zum einen das Symptom selbst in den Vordergrund stellen und zum anderen eine integrierte Betrachtung des Schwindels im Kontext der Therapie der jeweiligen Störung ermöglichen. Hierbei wird auf ein wissenschaftlich überprüftes Gruppentherapieprogramm zur Behandlung des funktionellen Schwindels zurückgegriffen. Therapeutische Techniken werden anhand von Kleingruppenübungen eingeübt. Zur Verdeutlichung werden Fallbeispiele aus der klinischen Arbeit einbezogen.
Alle Inhalte werden vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen und praktischen Erfahrung aus der Zusammenarbeit zwischen einem auf Schwindel spezialisierten neurologischen Zentrum und der psychosomatischen Station zweier Universitätskliniken vermittelt.

Zielgruppe

Psychologische und Ärztliche Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen (Diplom/Master), Student*innen der Psychologie und Interessierte aus dem psychosozialen Bereich

Lernziele

  • Sicherheit in der diagnostischen Einordnung des Symptoms Schwindel
  • Sicherheit im Umgang mit Patient*innen, die unter dem Symptom Schwindel leiden
  • Kenntnis konkreter therapeutischer Techniken

Wesentliche Inhalte

  • Prävalenz des Symptoms Schwindel
  • Diagnostische Einordnung des Schwindels
  • Zusammenarbeit mit entsprechenden fachärztlichen Disziplinen
  • Biopsychosoziales Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung des funktionellen Schwindels
  • Erscheinungsformen des Schwindels bei verschiedenen psychischen Störungen
  • Einübung therapeutischer Ansätze zur Behandlung des Schwindels: Symptomorientiert und integriert in Behandlung der jeweiligen psychischen Störung

Methoden

Vortrag, Fallbeispiele, Kleingruppenübung, Videobeispiele, interaktive Diskussion

Umfang und Akkreditierung

Das Seminar umfasst 8 Unterrichtseinheiten (UE). Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.

Referent*in

Karina Limburg, Dr.-phil., Psychologische Psychotherapeutin; München

Teilnahmegebühr

  • DGVT-Mitglied: 102,00 €
  • Nicht-Mitglied: 122,00 €
Bei frühzeitiger Anmeldung erhalten Sie in den meisten Fällen einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der jeweiligen Seminarbeschreibung.

Termine & Orte

Online über die Plattform Zoom | Seminarbeschreibung
Anmeldung via PDF
Freie Plätze
Aufnahme auf Warteliste
Ausgebucht

Beratung & Kontakt

Tel.: 07071 / 94 34 34
Fax: 07071 / 94 34 35
fortbildung@dgvt.de

Sprechzeiten
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr