Ressourcenorientierung in der Psychotherapie - Eine "Neue" Perspektive? - Lernerfolgskontrolle

Im Folgenden finden Sie Fragen zu dem Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterArtikel „Ressourcenorientierung in der Psychotherapie – eine ‚neue’ Perspektive?“ von Ulrike Willutzki (2000). Bitte markieren Sie die Aussagen, die Sie für zutreffend halten. Bedenken Sie dabei, dass bei jeder Frage eine oder mehrere Antworten richtig sein können!

Welche der folgenden Aspekte stellen intrapersonelle Ressourcen dar?

  1. Persönlichkeitsvariablen
  2. Beziehungsmuster
  3. persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten
  4. kognitive Überzeugungssysteme

richtig: a, c, d


Was hat dazu beigetragen, dass Ressourcenorientierung in der Psychotherapie als wichtig angesehen wird?

  1. defizitorientierte Modelle psychischer Störungen
  2. die global negative Sicht der KlientIn
  3. die Pluralisierung von Lebensentwürfen
  4. die gesellschaftliche Sicht von KlientInnen mit psychosozialen Störungen

richtig: c


Wie können TherapeutInnen in der Psychotherapie eine ressourcenorientierte Haltung umsetzen?

  1. TherapeutInnen sollten sich erst dann den Ressourcen der KlientIn zuwenden, wenn diese ihre Problemorientierung überwunden hat
  2. TherapeutInnen können sich bemühen, Ressourcen zu „erkennen“, die die KlientIn nicht sieht, und mit ihnen arbeiten
  3. TherapeutInnen können mit Ressourcen arbeiten, die kongruent als solche gesehen werden
  4. TherapeutInnen sollten sich auf objektive Ressourcen orientieren, da die subjektiven Ressourcen der KlientIn schon bewusst sind

richtig: b, c


Was bietet sich nicht als Orientierungspunkt für die Ressourcendiagnostik an? 

  1. Werte und Ziele der KlientIn
  2. die Funktion des KlientInnenverhaltens
  3. frühere und aktuelle Bewältigungserfahrungen
  4. die Auftretenshäufigkeit der durch die psychische Störung verursachten Symptome

richtig: d


Wie lässt sich die therapeutische Beziehung ressourcenorientiert gestalten?

  1. indem das therapeutische Angebot den Reaktionsbereitschaften und motivationalen Voraussetzungen der KlientIn entspricht
  2. durch die Realisierung therapeutischer Basisvariablen wie positive Wertschätzung, Respekt, Interesse und Engagement
  3. indem Ressourcen inhaltlich aktiviert werden, d.h. explizit Gegenstand des therapeutischen Gesprächs werden
  4. durch die prozessuale Aktivierung von Ressourcen

richtig: a, b, c, d


Welche Aussage ist falsch? 

  1. viele Ergebnisse der Psychotherapieforschung sind in Bezug auf die Ressourcendiskussion schlecht interpretierbar
  2. hinsichtlich der Passung von Behandlung und Problemen ist die Kompensationshypothese empirisch stärker gestützt als die Kapitalisationshypothese
  3. die Ergebnismuster sprechen dafür, dass die jeweils untersuchten Behandlungsansätze die Stärken der KlientInnen besonders gut nutzen und dadurch einen therapeutischen Erfolg erzielen
  4. noch ist unklar, ob gerade die ohnehin nicht so stark belasteten KlientInnen besonders von einer Psychotherapie profitieren, da bei ihnen die Defizitspirale noch nicht so verfestigt ist

richtig: b